Das österreichische Living Lab (LL) des ᴇNᴀBʟS-Projekts wird von der
BOKU University mit Unterstützung von
3s Research & Consulting koordiniert. Ziel ist es, kollaborative Planungsprozesse zu initiieren, in denen Kompetenzen zur Visualisierung und Diskussion von Trade-offs in Planungsprozessen entwickelt und gefördert werden. Diese Trade-offs entstehen aus der Flächenkonkurrenz unterschiedlicher Nutzungsansprüche in der Landschaft und erfordern eine intensive Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Energiewende, Naturschutz, Landwirtschaft und Erholungsnutzung. Durch inter- und transdisziplinäre Ansätze sowie die Integration von NBS in die Lehrpläne sollen nachhaltige, inklusive Lösungen entstehen, die sowohl die Bedürfnisse der Energiewende, des Naturschutzes, der Landwirtschaft als auch der Erholungsnutzung berücksichtigen.
Das Living Lab (LL) ist an der BOKU Universität angesiedelt, wo durch inter- und transdisziplinäre Experimente das gemeinsame Lernen unterschiedlicher Stakeholder initiiert wird. Während BOKU-Studierende und -Lehrende die Hauptakteure sind, beteiligt das LL aktiv externe Stakeholder, darunter Wissenschaftler*innen, TVET-Lehrende, Landbesitzer*innen und Landwirt*innen, sowie Vertreter*innen regionaler Behörden. Gemeinsam werden vielfältige Lernmöglichkeiten zur Integration von NBS in der Landschaft geschaffen, um praxisnah konkurrierende Interessen zu visualisieren, analysieren und navigieren.
Das österreichische Living Lab (LL) hat das Ziel, Konzepte für Nature-Based Solutions (NBS) und Biodiversität in höhere Bildungseinrichtungen und TVET-Lehrpläne zu integrieren. Dazu werden Planungsprozesse in die Lehre integriert, in denen Stakeholder praktische Erfahrung im Umgang mit NBS sowie in der Entwicklung von Verhandlungs- und Kommunikationsfähigkeiten erlangen. Das übergeordnete Ziel des österreichischen LL ist es, Studierende für Karrieren in nachhaltiger Landnutzungsplanung und Biodiversitätserhaltung zu qualifizieren, konkrete Lösungen für Landnutzungskonflikte zu schaffen und durch Forschung zur Politikgestaltung und zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Entscheidungsträgern und Gemeinschaften beizutragen. Es dient als Modell zur Förderung von Nachhaltigkeit durch Bildung, Praxis und Forschung.